| Als wir Richard Rider nach ganz
normalen Saiten fragten, mußte er lachen! (Zum allerersten Mal, daß wir
den verschlossenen Alten lachen sahen.) Und dann erzählte er uns, daß kaum
einer seiner Kunden einen ganz "normalen" Satz spielen würde. Etwas lauter
als beim normalen Hersteller sollte die D auf jeden Fall sein.
Und so begann die Regular-Serie. Ganz normale Stärken für
ganz normale Stimmung, aber mit einer D, die funktioniert! Und dann kamen
die Zwischengrößen, die sich mittlerweile so richtig durchgesetzt haben.
Im Verhältnis untereinander genau wie die Standard-Stärken, jedoch der
Satz insgesamt etwas weicher oder etwas härter, je nach Geschmack.
Solid Nickel anstatt nur vernickelt
Rider verwendet eine massive Nickel-Umspinnung. Dadurch wird die Saite
haltbarer und klingt länger klar und brillant. Normalerweise sind Saiten
eine halbe Stunde so richtig hell, dann drei, vier Stunden ok, und danach
werden sie leiser, dumpf und klingen verstimmt. Bei Ridersaiten hat man
viele Stunden lang den richtig frischen Ton. Und selbst nach einer Woche
intensiven Spielens ist ein Satz noch durchaus für einen Gig zu
gebrauchen.
Ton:
Rider Saiten klingen nicht spektakulär exotisch, sie klingen einfach
richtig. So wie Saiten eigentlich sein sollten. So wie sie schon seit
langer Zeit leider nicht mehr sind: Trocken, klar und vor allem
genau.
Wer tonnenweise knallige Höhen sucht, ist mit reinen Nickel-Saiten
total falsch bedient. Vernickelte oder gar reine Stahlsaiten sind da
geeigneter. Wer jedoch schöne Brillanzen möchte, die auch etwas länger als
eine halbe Stunde zu hören sind, der ist bei Rider richtig.
Genauso werden Richard Riders Saiten nicht den Amp schon bei "1" zum
Komprimieren oder Übersteuern bringen. Aber wenn man den Amp schön
übersteuert, dann singen sie anstatt zu kratzen. |