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Django's Knopf

Django's Knopf

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Django's Knopf

Zu Django befragt, kann es unter Gitarristen schnell zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Und sein ominöses Hosen-Knopf-Plektrum heizt die Diskussion noch an... 

Überlegen wir uns deswegen die Knopf-Sache mal logisch:

Die Geschichte, dass sich Django Hosenknöpfe als Ersatz für seine Plektren abschnitt, ist wenig glaubhaft. Der überaus elegante Mann achtete sehr genau auf sein Äußeres. Hätte er Hosenträger- oder Hosenfallen-Knöpfe abgeschnitten, wäre er damals höchstens im Gefängnis gelandet. Auch eine halb-offene Jacke hätte den Patron bewogen, ihn nach Hause zu schicken. Sieht man sich in einem Museum mal die Knöpfe der damaligen Zeit an, wird klar, dass man damit eh nicht spielen kann. Viel zu klein und knubbelig.

Und deswegen eben Mutmaßungen. Die landläufige Version der "Knopf-Picks" von Django sind riesige Dinger, wie sie in der Damenbekleidung zu finden sind. Die sind dann gespitzt und geschliffen und irgendwie auf die Form eines Plektrons in Normal- oder in Jazz-Form gebracht. Hmmm. In der Zeit, die er zur Bearbeitung gebraucht hätte, wäre er auch im Musikladen gewesen. Django hatte zwar verschiedene Talente; ein Feinmechaniker jedoch war er ganz bestimmt nicht. Und man versuche mal, einer Dame einen Knopf abzuschneiden...

Apropos fein: Er hatte ein sehr feines Gefühl in den Händen. Die Masse der damaligen Knöpfen waren meist aus lackiertem Holz, Hirsch-Geweih, Kuh-Horn usw. Mit diesen Materialien hätte er schlichtweg nicht spielen können. Er brauchte das harte, aber zelluloidartige Material, aus dem auch seine normalen Picks waren. Sehr populär zur damaligen Zeit in Frankreich. Zufällig auch das Hauptland der Bekleidungsindustrie.

Und da gab es einen Hersteller, der Knöpfe aus genau dem Material machte. Viele Millionen. Im angesagten Schildpatt-Design. Verwendet hauptsächlich für Mäntel!

Und damit bekommt das Abschneiden auch einen Sinn:

  1. Auf der Bühne trug er keinen Mantel!
  2. Und ein Mantel hat viele versteckte Knöpfe in der Geh-Falte, zum Kragen hochknöpfen, usw... Ein Knopf weniger stört da nicht. 
  3. Und ein normaler Mantel-Knopf hat genau die richtige Größe! Man kann damit auch spielen, ohne unbedingt zu feilen!
  4. Die Farbe. Sie sieht sehr, sehr gut aus. Django hat dafür Sinn. Er war ja auch Maler.

Das war's.

Der Rest war einfach: Anhand von Photos konnten wir Größe und Knopf-Typ feststellen lassen. Und eine Knopf-Fabrik fand sich auch. Sogar mit vernünftigen Preisen, trotz unserer geringen Mengen. Wir lassen die Sache dann noch bei einem guten Hersteller nacharbeiten, so dass man den Knopf nicht mal mehr "einspielen" braucht.

  • Manche schleifen sich den Knopf zurecht!
  • Manche Gitarristen spielen damit so wie er ist!
  • Beides geht, beides klingt! 

 



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