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Six-Pence, Brian May und andere Engländer....

Nichts bringt das alte "Münzen-Schmatzen" schöner rüber als alte Englische Münzen. Kunststück. Damit wurden die Sounds früher ja gemacht.

Six-Pence für die, die es wirklich klein brauchen, z.B. Brian May. Und Shilling-Münzen für den Rest der E-Gitarren-Welt. Richards, Green, Gallagher, Beck, Korsov und Webb waren typische Shilling-Spieler.

 

Man kann getrost alle anderen Münzen vergessen. Damit geht es einfach nicht. Klingt nicht. Es hängt hauptsächlich von der Münzkante und der Metallmischung ab.

Natürlich braucht man auch den richtigen Amp in der richtigen Lautstärke, nämlich alle Volumen voll offen. Gute Kandidaten sind Vox AC30 (die alten, ohne Top Boost), Marshall Basstops, Orange (Matamps) und Dave Reeve Hiwatts mit Bässen und Volumen total offen (sehr gefährlich). Selbstredend ohne PA, ohne Effekte, ohne Sender oder andere Soundfresser...

Gut, ganz so extrem braucht es nicht zu sein, aber man darf ja etwas an die guten alten Zeiten denken ;-) 

 

Die Sache mit den Münzen ist so eine Wissenschaft und Peter weiss, worauf es ankommt!

Ursprung: In merry old England gingen die Uhren auch beim Geld etwas anders: Zwölf Pence war ein Shilling und 20 Shilling machten ein Pfund Sterling. Das ganze Dilemma begann, als sich die Engländer entschieden, ihr altes Kleingeld abzuschaffen und ein normales Hunderter-System einzuführen. Denn damit starben die Shilling Münze und die Halb-Shilling-Münze (= Six-Pence) und genau mit den beiden konnte man Gitarre spielen!

Prägeanstalt: Dass die schottischen Münzen besser als die englischen sein sollen ist ein Gerücht, erfunden von ein paar Schotten. Und wenn man einen Schotten fragt, dann ist absolut alles aus Schottland besser als das englische Pendant. Aber außer dem Wappen auf der Rückseite ist alles gleich.

Es gibt jedoch die Theorie, dass die Schotten in ihrem sprichwörtlichen Geiz Münzen horten. Und dadurch sind die Kanten noch so richtig scharf ;-)

Alter: Hier liegt tatsächlich ein hörbarer Unterschied. Die Münzen vor den 1950ern, also die mit König Georg den 5. und Georg den 6. haben wesentlich höhere Silberanteile (meist so 50%) als die ab 1950 von Georg VI und nach 1952 die von Königin Elizabeth aus "Cupronickel". Das Geldstück vor 1950 ist tatsächlich weicher und wertvoller. Und klingt auch so. Je älter, desto mehr Silber! Ganz früher waren sie sogar mal 92,5% Silber!

Größe: Die größeren Shillinge klingen fetter als die Six-Pence, außer wenn - wie bei Brian May - ein Dutzend alter AC-30 Verwendung finden! Six-Pence sind jedoch wesentlich leichter handzuhaben.

Engpass: Die Amerikaner haben die Unsitte, einer Braut bei der Hochzeit einen Six-Pence in den linken Schuh zu stecken. Das soll für Glück, Harmonie und für Kindersegen sorgen. Deswegen haben Generationen von Ami-Touristen England regelrecht leergefegt und den Six-Pence im Wert weit nach oben geschoben. Und wir Gitarristen haben das Nachsehen.

Wir wüssten da zwar eine bessere Methode zum Kinder kriegen, aber wir möchten auf keinen Fall als Amerika-feindlich oder gar als unmoralisch dastehen.

Shilling Münze
nach 1950
2,90 Euro
Six-Pence Münze
nach 1950
4,90 Euro

Hier ein 1915er Shilling mit dem alten Georg drauf. Sehr selten, sehr wertvoll...


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