Man höre und staune: Kein geringerer als Joe Walsh von den Eagles hat
sich einen 7-Teeth zum Testen nach Kalifornien kommen lassen. Dort, wo wirklich
kein Mangel an Zerrern herrscht, selbst dort hat der "Sieben-Zahn" eine
Chance! Und zwar nicht bei irgend jemand, sondern bei einem Mann mit
super-kritischen Ohren. Joe Walsh, der eine echte 58er Paula spielt und
auch sonst nichts zweitklassiges toleriert!
Technik:
Der 7 Teeth hat einen Volumen-Regler, einen Tone- und
einen Fuzz-Regler. Eine LED Anzeige und einen Tue-Bypass. Er kommt mit
Spannungen zwischen 8 und 12 Volt problemlos zurecht und braucht nur ganze 2 mA!
Das Gerät ist verpolungsgeschützt und die Anschluß-Buchse ist eine völlig
normale 2,1mm DC-Buchse, Negativ innen. Wie bei Boss, Ibanez und all den
andern...
Die Standard-Einstellung ist Volumen 4, Fuzz 6, Tone 7.
Sound:
Kein Einheitsbrei, absolut nicht. Satt wie ein alter Marshall und
mit unheimlich viel Biss. Ein Zerr-Sound der alles hat. Nix ist gefiltert, nix
ist verbogen, nix ist künstlich! Und er lässt die Gitarre in Ruhe. Ihr Charakter
wird nicht geknebelt, nicht gleichgeschaltet, nicht vermatscht; das Instrument
kann frei atmen und seine Dynamik ausleben.
Es bilden sich schöne, harmonische Obertöne, so daß sogar ein knall-heller
Single-Coil Pickup noch singt! Und wenn es dann doch zu viel sein sollte,
dann kann man ja den Ton-Regler etwas zurückdrehen, mit dem Seven Teeth
geht das wirklich!
Ton:
Weder krankhaft breitbandig, noch kantig, noch schwammig. Das
Pedal setzt sich überall durch, problemlos. Der "Seven Teeth" hat eine Kraft,
wie man sie nur selten findet.
Nicht das brachiale, bullige Durchsetzen um jeden Preis; es ist eine
elegante, souveräne Kraft die einfach die richtigen Harmonischen hat. Und
dadurch den Ton trägt.
Charismatisch. Ja genau, ein Verzerrer mit Charisma, wieso eigentlich
nicht? Man braucht sich für den Ausdruck nicht zu schämen!
Eignung:
Für ernsthafte Gitarristen mit etwas Erfahrung. Für Studio und Bühne. Für
alle vernünftigen Gitarren und Tonabnehmer - egal ob Single-Coil oder
Humbucker. Nebengeräusche kein Problem.
Wie bei alle Germanium-Schaltungen ist es nicht gut, wenn die Transistoren
übermäßig heiss werden. Also nicht vor dem Auftritt das Pedal bei glühender
Sonne im Auto lassen. Und auch nicht direkt auf ein Röhrentop legen.
Und ebenso sollte man Germanen (für eine optimale
Sound-Leistung) vor den Gebrauch ein paar Minuten warmlaufen
lassen, genauso wie man auch vor den Gebrauch älterer germanische
Diesel-Fahrzeuge (für eine optimale Fahr-Leistung) vorglühen muss.
Demos:
Die Demos sind - wie könnte es anders sein - von Bernd Klinzmann. Sollte es
noch einen geben, der sie nicht erkennt: Es sind "Whole lotta love" von Led
Zeppelin und "Smoke on the Water" von Deep Purple. Letzteres Stück ist zwar in
Musikerkreisen verpönt, wenn man es jedoch richtig und mit dem entsprechenden
Ton spielt, so ist nichts dagegen einzuwenden.
Beide Stücke sind mit einem Marschall JCM 800 und der dazu passenden
4x12er, dazu eine Paula bzw eine Esche-Strat gespielt. Reslo-Bändchen-Mikrophon
und Lexicon Hall.
Auch sehr hörenswert und natürlich auch von Bernd gespielt: Die Demos vom Lift.
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