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Geipel, der deutsche Plektrum-Pionier.

Lang, lang ist's her, aber die Deutschen waren einmal die führenden Hersteller von Plektren, weltweit. (Damals hieß es noch "Spielblättchen".) Und die Firma Walter Geipel hatte die Nase ganz weit vorne.

Ganz besonders gefallen uns die älteren Picks mit dem geschwungenen Schriftzug.

 

Irgendwie gefallen uns die neueren Picks mit dem schwarzen, modernen Schriftzug lange nicht so gut wie die ältere Variante.

Und weil die alten nicht mehr sooo oft zu finden sind, haben wir uns genügend an Lager gelegt.

Zellhorn:

Brau- und Gelb-Töne, im Vergleich zu der moderneren Tortoise-Kreationen relativ wenig transparente Stellen.

Wobei das ist die Urform der Tortoise-Platten, so wurden sie früher zu Millionen für Fender und alle die anderen Hersteller gefertigt.  

Blau-Perloid:

Ein Klassiker. Blaue und wenige schwarze Lagen werden bei der Herstellung geschichtet und gefaltet. Durch die Faltung entsteht die Perlmutt-Optik. Je feiner und enger die Faltung, also je lebhafter das Muster, desto höher der Wert. Es gab auch eine recht grobe Faltung mit großflächigen Mustern. Dieses Perloid wurde damals für Schlagzeuge und Akkordeons verwendet.

Nachschub:

Von beiden Arten reichlich vorhanden.

Form und Material:

Als Rohstoff für die Produktion der beiden Plektren wird ausschließlich Zelluloid verwendet. Die "softige" Form hatte etwas, die Fertigungsquallität war unschlagbar. Das "rundliche" Gefühl in der rechten Hand hat etwas sehr angenehmes, jedenfalls für normale Spiel-Ansprüche. Hochinteressant für Sammler.

Stärken und Größe:

Es gab das alte T-M-H-Schema: 0,50 mm (=thin), 0,70 mm (=medium), 1,00 mm (=heavy), Die Größe ist Standard. Und natürlich das Ganze in der Normalform.

Geipel, ältere Version
Mix, beide Arten
gemischt
6 Stück 2,90 Euro

Geipel, ältere Version
Zellhorn
thin
10 Stück 4,90 Euro
Geipel, ältere Version
Zellhorn
medium
10 Stück 4,90 Euro
Geipel, ältere Version
Zellhorn
heavy
10 Stück 4,90 Euro

Geipel, ältere Version
Blau-Perloid
thin
10 Stück 4,90 Euro
Geipel, ältere Version
Blau-Perloid
medium
10 Stück 4,90 Euro
Geipel, ältere Version
Blau-Perloid
heavy
10 Stück 4,90 Euro

Begonnen hat alles 1908 im böhmischen Schönbach. Walter Geipel begann zuerst mit Kolophonium, ein paar Jahrzehnte später kamen Plektren dazu.

Der alte Walter Geipel ist schon seit fast 50 Jahren tot, seine Tochter jedoch zog mit der Firma nach dem Krieg in den Westen.

Neben Günter Dick von Herdim und Herbert Bauerfeind von Heriba war Geipel der dritte der deutschen Plektrum-Pioniere.

Im Gegensatz zu den beiden jedoch hat man sich nie mit Plastik oder Nylon herumgeschlagen, sondern konzentrierte sich auf die Königsmaterialeien: Schildpatt, Ebonit und dann später Zellhorn und Perloid.

 

 


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