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Saiten-FAQs
Da wir auch einige Custom-Sätze und spezielle Saiten haben, werden
auch Details und Infos gebraucht!
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Meine E-Saiten reisst dauernd am Steg! Ist die Saite oder die Gitarre schuld?
Saiten reissen immer in der Mitte, also ungefähr dort, wo der 12. Bund ist.
Passiert das, kann man getrost Ersatz fordern.
Reisst jedoch die Saite am Steg oder Sattel, dann hat man eine scharfe
Stelle. Oder die Saite wird eingeklemmt und kann sich beim Stimmen nicht frei
bewegen. > Jedes Vierteljahr oder so sollte man Steg und Sattelschlitze etwas
schleifen und danach fein polieren!
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Könnt Ihr Maxima Gold Saiten besorgen?
Maxima stellte als Einziger echt vergoldete Saiten her. Leider hat
dieser Hersteller seine Tore geschlossen. Aber unter dem Namen Optima haben
dieselben Leute neu angefangen und stellen diese Saiten wieder
her...
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Wieso reisst meine D-Saite immer? Brauche ich andere Saiten-Reiter?
Die D-Saite reißt nur deswegen schneller als andere, weil der innere Draht
der dünnste des ganzen Satzes ist. Grundsätzlich jedoch sind alle Saiten
gefährdet! Andere Saitenreitern können auch nicht viel helfen.
Jeder Saitenreiter wird durch das Aufziehen der Saiten (z.B. durch die
Saitenumspinnung) ein wenig rau und etwas gratig. Und mit der Zeit werden diese
"Verletzungen" so scharf und zahlreich, dass sie Saiten durchschneiden können.
Zwei Sachen die es zu beachten gilt:
- Die Saiten, speziell die D-Saite sehr vorsichtig aufziehen und darauf
achten, dass sie beim ersten Stimmen nicht zu sehr am Sattel "sägen".
- Die Schlitze der Saitenreiter ab und zu vorsichtig mit
600er-Schmirgenpapier entgraten und dann gut polieren.
- Die Schlitze von Sattel und Steg immer mit etwas "Gleitmittel" einreiben,
egal ob die Gitarre akustisch oder elektrisch ist.
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Wie kann ich stimmen? Meine Rider-Saiten sind nicht oktavrein!
Dein Saitenproblem ist gar kein Problem sondern in Wirklichkeit ein Vorteil
von Saiten aus massivem Nickel: Sie sind magnetisch wesentlich "aktiver":
Deswegen ist ja auch der Ton so gut (und lauter).
Der Tonabnehmer-Magnet zieht Nickel stärker an und die Obertöne kommen
durcheinander. Schraub' einfach den Pickup einen Millimeter von den Saiten weg
und gut is.
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Geht der Rider Slide Satz auch auf normale E-Gitarren oder nur auf Lap-Steels?
Klar, wenn Du vorsichtig bist, geht das schon auf einem normalen Instrument.
Hängt natürlich ganz von der Stimmung ab. "E-Dur" würde ich nicht
empfehlen, aber vielleicht "D-Dur", also D A D Fis A D.
Du musst Dich eben von unten herauf vorsichtig herantasten, und nach jedem
Halbton höher stimmen den Hals eine Stunde Zeit lassen. Die Saitenlage wird
schon etwas höher werden, aber zum einen braucht man das ja beim Sliden und
zum anderen - wenn es zu schlimm wird - kann man ja den Halsstab ein paar
Millimeter anziehen...
Zur Not eben "C-Dur", also C G C E G C. Das geht auch bei dünnsten
Hälsen.
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Unterschiede zwischen Dropped-Tuning und Dropped-D-Tuning?
Zwei ganz verschiedene Sache, trotz des ähnlichen Namens:
Dropped-Tunings sind Stimmungen, bei denen man von der normalen Stimmung
(also E A D G H/B E) ausgeht, aber alle Saiten um einen oder mehrere Töne tiefer
stimmt. (Bei Rider gibt es spezielle Saiten dafür, denn herkömmliche Saiten
wären zu schlapp.) Und eine Dropped Tuning in D wäre demzufolge alles eben einen
Ton tiefer: D G C F A D. Deutsch heißt es einfach D-Stimmung.
Dropped-D-Tuning ist einen ganz normale Stimmung, nur die tiefe E-Saite wird
auf D gestimmt also: (E>)D A D G H/B E. Speziell für Sachen in D oder G recht
brauchbar. Übrigens auch dafür hat Rider auch einen speziellen Satz, den
Dropped D-Low auf der Seite http://www.tone-toys.com/de/besondere_Saetze.html.
"Deutsch" heißt es einfach Dropped-D-Stimmung.
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Stimmt es, dass bei Saiten alles voneinander abhängig ist?
Ja. Saiten sind eigentlich einfach zu verstehen, ein paar physikalische
Regeln machen viele Zusammenhänge klar:
Bei gleicher Saiten-Länge und gleichem Saiten-Zug gilt: Je dicker eine Saite
ist, desto tiefer klingt sie. Je dünner eine Saite ist, desto höher klingt sie.
Verdoppelt sich die Saitendicke, ist der Ton eine Oktave tiefer.
Bei gleicher Saiten-Stärke und gleichem Saiten-Zug gilt: Je länger die Saite
ist, desto tiefer klingt sie. Je kürzer die Saite ist, desto höher klingt sie.
Je länger die Saite ist, desto lauter klingt sie. Verdoppelt sich die Länge, ist
der Ton eine Oktave tiefer.
Bei gleicher Saiten-Länge und gleichem Saiten-Stärke gilt: Je weniger Zug auf
der Saite ist, desto tiefer klingt sie. Je höher Zug auf der Saite ist, desto
höher klingt sie. Je höher der Zug, desto besser klingt die Saite. Je höher der
Zug, desto lauter klingt die Saite.
Bei gleicher Saiten-Länge und gleicher Tonhöhe gilt: Je höher die
Saiten-Stärke, desto höher der Zug, desto besser klingt die Saite. Je höher die
Saiten-Stärke, desto höher der Zug, desto lauter klingt die Saite.
Außerdem gilt: Unter 022 oder so können unumsponnene Saiten verwendet werden,
darüber braucht man umsponnene. Ab einem (vom Material und dem Aufbau)
bestimmten Zug reisst die Saite. Und zwar in der Mitte. Bei nur etwas geringeren
Zug klingt die Saite am besten, am längsten und am lautesten. Wie der "Cry of
Death" von Röhren: Kurz bevor sie verglühen, klingen sie am besten...
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Gibt es bei Rider extra Laute D-Saiten mit umsponnener G-Saite?
wenn Du flache, nicht einstellbare Pickups hast (wie z.B. bei einer alten
Tele), ist die extra laute D sinnvoll, sonst nicht.
Nimmst Du einen Satz mit einer umsponnenen G-Saite, dann ist diese Saite
immer leiser als alle anderen, sodass eine extralaute D diesen Effekt nur noch
erhöhen würde.
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Stimmt es, daß nichts mehr stimmt, wenn ein Pickup zu nahe an den Saiten sind?
Ja, das stimmt, besonders bei fender-artigen Pickups. Die Magneten ziehen die
Saiten so stark an, dass sie sich verstimmen. Einfach die Pickups etwas tiefer
drehen, dann klingt es auch insgesamt besser...
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Welche Saiten kommen auf eine alte Gitarre aus den Zwanzigerjahren?
Es gab in der Zeit noch kaum Hälse mit Verstärkung! Also nie normale, moderne
Saiten; eine 1920er Gitarre hält das meist nicht sehr lange aus.
Dummerweise wurde damals noch kein großer Unterschied für die heute
typischen, klassische Gitarren gemacht. Hat sie dünne Sattel-Schlitze für
Metall-Saiten, nimmt man Silk & Steel 010. Hat sie breite
Sattel-Schlitze für Darmsaiten, nimmt man einen leichten Nylon-Satz. Am Steg
erkennt man auch manchmal, für welche Saiten sie gedacht war.
Achtung: Erscheint das Instrument wertvoll, sollte/muss
es sowieso durch einen Fachmann restauriert werden. Der kann die Gitarre auf die
gewünschten Saiten und den Spielstiel optimieren. Ist es irgend ein Billigteil,
kommt man mit neuen Saiten nicht weit.
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Ich spiele 9-46er Saiten und möchte einen noch weicheren Satz.
Je dünner die Saiten sind, desto leichter lassen sie sich spielen und ziehen.
Keine Frage. Wenn Du einen 9er Satz jetzt spielst, ist die letzte Konsequenz ein
8er Satz!
Aaaber den haben wir gar nicht, weil die Physik eine gemeine Sache in Petto
hat: Je dünner die Saiten sind, desto mieser klingen sie und desto schneller
verstimmt sie sich!
Und die Natur setzt noch einen oben drauf: Je dünner die Saiten die Du
ziehst, desto schneller verlierst Du die Kraft in deinen Fingern und spielst
nicht nur schlechter, sondern auch langsamer und mit weniger Dynamik! Daher mein
Rat: Bleib bei den 9-46er Saiter. Versuche eher nach oben zu gehen. Nach ein
paar Tagen heftigen Übens hast Du Dich sowieso daran gewöhnt.
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