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Als der clevere Staubsauger-Vertreter Luigi d'Andrea, ein gebürtiger
Neapolitaner, eines schönen Tages im Jahr 1922 in New Yorks Lower Eastside auf
dem Bürgersteig ein Stückchen Zelluloid kaufte, wollte er damit eigentlich
Griffe und Verzierungen für Puderdosen machen. Sein Sohn Anthony beobachtete ihn
dabei und bemerkte, daß die herzförmigen Stücke eine gewisse Ähnlichkeit mit den
Mandolinenpicks seines Onkels besaßen.
Der erste Deal im Plektrum Geschäft war ein Zigarrenkistchen voll Picks, die
Luigi um 10 Dollar an einen Musikhändler verkaufte.
Normalerweise waren zu dieser Zeit alle Plektren aus dem Panzer der Hawksbill
Schildkröte, hergestellt in einem langwierigen Prozess, aber d'Andrea verwendete
sowohl das Schildpatt als auch Zelluloid. Er experimentierte mit den
unterschiedlichsten Formen, eine davon, die Nummer 351 sollte ein viertel
Jahrhundert später das normale "Fender-Pick" werden. Und noch ein viertel
Jahrhundert später als die Normalform aller Picks gelten.
Im Jahr 1928 war Vater d'Andrea der Henry Ford der Plektren und seine Fabrik
in Manhattan wurde zum Mekka vieler Gitarristen. In der "goldenen Zeit der
Picks", den dreißiger und vierziger Jahren, kam in typisch italo-amerikanischer
Tradition fast die ganze Familie in die Firma und die d'Andreas avancierten zum
absoluten Marktführer.
Heute feiert man das achzigjährige Jubiläum, man ist mittlerweile in der
dritten Generation und man ist wahrscheinlich der größte Pickhersteller der
Welt.
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