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Neben einigen großen Saitenherstellern gibt es auch im Saiten-Business noch
ein paar kleine Manufakturen. Was kann eine kleine Firma, was eine große nicht
kann? Ok - Saiten wie die von Richard Rider werden per Hand gewickelt, aber ist
diese Methode wirklich besser als die von Computer gesteuerten Maschinen? Rider
selbst sagt, dass der große Unterschied eines kleinen zu einem großen Hersteller
in der Tatsache liegt, dass er persönlich sowohl das gelieferte Material als
auch jede fertig gestellte Saite kontrolliert und bei den geringsten
Abweichungen von der geforderten Norm aussortiert. Zum anderen achtet er darauf, dass er keine Saiten auf Vorrat herstellt,
sondern nur konkrete Bestellungen bearbeitet. Denn der natürliche Feind jeder
Saite sei das Altern - jeder Tag im Lager gehe einer Saite an die Nieren.
(Gibson hat mit ihren vakuumverschweißten Packungen anscheinend einen Weg
gefunden, sich diesem Problem erfolgreich zu stellen). Nun gut, weg mit der Theorie und die Drähte auf die Strat gespannt. Erst
einmal fühlen sich die Rider-Saiten etwas steifer als die Saiten an, die ich
sonst verwende. Für die G-Saite benutze ich die beiliegende nicht umsponnene, da
ich auch gerne Slide spiele. Alternativ - und das ist ungewöhnlich - liegt dem
Premium-Satz eine umsponnene G-Saite bei, die zwar einen satteren Ton
entwickelt, dafür aber etwas schwerer zu ziehen ist. Die 1 € günstigere
Standard-Ausführung kommt mit nur einer G-Saite, der glatten. Dies alles mag daran liegen, dass Richard Rider reines, massives Nickel
verwendet - und kein vernickeltes Eisen. Dadurch klingt die Saite nicht nur nach
mehr, sondern sie ist zudem deutlich länger klar und brillant als meine üblichen
Saiten. Rider-Saiten gibt es in den Ausführungen Standard und Premium (mit zwei
G-Saiten) in den Stärken .009-.042, .0095-.044, .009-.046 und .010-.046. Nur
Premium: .011-.046, .012-.056, .013-.063, sowie spezielle Sätze für "dropped
tuning" (D-, C- und B-Tuning).
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