Es ist, um mal der Wahrheit treu zu bleiben, auch kein Kapo im herkömmlichen
Sinne. Er drückt die Saiten nicht ab, er berührt sie lediglich leicht (meist am
12. Bund) und spielt damit sozusagen selber
Flagolett-Töne, im Englischen eben "Harmonics".
Der Clou bei der Sache ist, dass die kleinen Pads, die die Saiten
leicht dämpfen, separat einstellbar sind, d.h. nicht jede Saite
muss mit dem Harmonic Capo in Berührung kommen! Und hinter und
vor dem Kapo können immer noch Töne gegriffen
werden, auf Saiten, die leer gespielt sonst als Flagolett
erklängen.
Wirft man jetzt noch verschiedene Tunings in den Topf, ergibt sich
daraus eine schier unendliche Menge an Möglichkeiten!
Etwas Eingewöhnungszeit vorausgesetzt, erschließen sich durch dieses
einfallsreiche Werkzeug bald völlig neue
Klangwelten.
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