Ja, ja, für den Anfänger-Gruppen-Unterricht sind die Filzer tatsächlich nicht
schlecht. Oder wer könnte ein Dutzend falsch (und aus dem Takt) spielender
Kinder mit ihren ungestimmten Sperrholz-Instrumenten auf Dauer ohne seelischen
Schaden ertragen, wenn sie in normaler Lautstärke spielen würden?
Auch wenn jemand in einer Mietswohnung nach Mitternacht mit kräftigem
Anschlag auf einer dicken Martin (oder gar auf eine Jazz-Gitarre) Akkorde übt,
dann mag einem Filz-Plektrum eine fristlose Kündigung der Wohnung verhindern.
Es gibt jedoch auch durchaus legitime Gründe, mit Filz zu
spielen: Zum Beispiel E-Gitarristen, die nicht zupfen können, jedoch trotzdem
auf den Nylonsaiten spielen möchten.

Oder aber unsere armen Freunde mit einem zu schwachen Anschlag.
Kein Volumen, kein Sound, nix. Die üben mit Filzpicks und da man nichts hört,
gewöhnen sie sich über kurz oder lang einen richtig kräftigen, männlichen,
ausdrucksvollen Anschlag an.
Und unsere armen Kollegen mit einem Problem bei Schnell-Spielen. Die
spielen (im stillen Kämmerlein) auch mit Filzpicks und haben über kurz
oder lang einen richtig ordentliche Speed beieinander.
Last, but not least die Basser, die mit normalen Picks üble Klicks in die
Bassläufe bekommen!
Das Übrige ist schnell erzählt:
Das Zentrum ist ein normales Pick, vorne und hinten ist Filz. Dreieck
und Normalform, dicker als die Polizei erlaubt. Soft und Hard, wobei besser wäre
die Bezeichnung ultra-soft und normal-soft...
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