FAQ-Kabel

Alles, was Kabel und die damit angeschlossenen Sachen angeht...


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Ich habe wenig Platz auf dem Board! Welcher Stecker ist am kleinsten?

Der Leo-Winkelstecker ist hier http://www.tone-toys.com/de/Einzelne_Stecker.html auf der Seite ziemlich weit unten.

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Ich brauche ein Patchkabel mit 10 cm Länge.

Wenn das Kabel 10 cm sein soll, dann sind das ja nur zwei Stecker! Gemessen wird nämlich von Spitze zu Spitze. Und etwas länger ist immer besser. Daher sind die 30cm Standard-Kabel ganz ok. Oder dann 60 cm und 1 Meter; beides ebenfalls eine Art Normlänge.

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Macht Ihr auch Patchkabel in Sonder-Längen?

Es gibt in jeder Stadt einige Techniker, die sich über solche Aufträge freuen. Wir können Stecker und Kabel http://www.tone-toys.com/de/Einzelne_Stecker.html (auf der Seite ganz unten) dazu liefern. Löten sollen die Profis am Ort.

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Was ist OFC Kupfer? Wieso ist das für Kabel besser?

OFC bedeutet "oxygen free copper". Kupfer also, das keinen Sauerstoff gebunden hat und auch sonst keine Verunreinigungen aufweist. Die superdünnen Kupferleiter brechen nämlich genau an den Sauerstoff-Verunreinigungen, denn dort ist (durch schnellere Oxidation) eine Art Soll-Bruch-Stelle..

Dieses Kupfermaterial klingt nicht hörbar anders, aber es trägt zur Stabilität bei und verhindert frühzeitige Oxidation (und damit Brüche) von Abschirmung und Seele.

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Mein Händler gab mir ein 60cm Teststückchen. Das klang jedoch viiiel besser als das 6-Meter-Kabel der gleichen Marke!

Logisch, 60cm klingt genau zehnmal so gut wie 6 Meter. Denn in 60 cm sind zehnmal weniger Verunreinigungen als auf 6 Meter. Und es ist laut das viel kürzer! Und es kommen zehn mal weniger Störungen von der Umgebung rein! Und die Kapazität ist ebenfall zehn mal niederer. Ergo ist das Teststückchen auch noch ein Billanzen- und Höhen-Wunder.  

Nur neue Kabel der selber Länge vergleichen. Sonst lügt man sich was in die Tasche. Teststückchen können gar nicht verglichen werden, denn sie klingen alle perfekt! Teststückchen sind Betrug!

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Haben Gitarrenkabel einen Einfluss auf den Sound?

Mehrere Einflüsse. Zum einen sind das die mechanischen Störgeräusche, wie schon oben beschrieben, die mit dem Tonsignal modulieren können, wenn sie zu stark sind. Dann ist da der Einfluss der Kapazität, ebenfalls oben beschrieben.

Am wichtigsten ist jedoch, daß jeder Kabeltyp einen eigenen "Ton" hat. Das Kabel wirkt wie eine Art schwacher Equalizer. Manche Frequenzen werden einfach etwas abgesenkt andere erscheinen betont.

Dann ist da die Interaktion mit den Pickups. Schwache Single Coils klingen mit den meisten Kabeln ungefähr gleich. Hochohmige Power-Humbucker sind recht kritisch was die Kabelauswahl angeht. Oft verschwinden die sowieso schon schwachen Höhen und Billanzen.

Obwohl häufig behauptet wird, dass das Kabel bei aktiven Pickups keinen Einfluss auf den Klang hat, gibt es auch hier Unterschiede. Selbst bei Piezo-Tonabnehmern ermöglicht ein wirklich gutes Kabel klar hörbare Verbesserungen.  

Und last, but not least sind die psycho-akustischen Einflüsse, die noch nicht komplett erforscht sind. Manche Kabel erscheinen dünn und leise, obwohl niemand sagen kann wieso. Viele "schlechte" Kabel scheinen auch das Signal (hörbar, aber nicht messbar) zu verzögern. Und manche Kabel klingen hart und eckig...

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Welchen Sound hat das Gitarren-Kabel XYZ?

Gar keinen Sound, denn kein Kabel kann dem Signal etwas dazu geben. Höchstens was wegnehmen ;-)

Im Ernst, bei Kabel redet man von Ton, Charakter, Klangfarbe. Sound ist etwas, was das Signal stark verändert und dazu braucht man Energie.

Aber auch Ton, Charakter oder Klangfarbe können wir nur ganz grob beschreiben, da die Sache mit jeder Gitarre und jedem Amp wieder anders klingt.

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Was hat die Kabelkapazität eines Gitarrenkabels zu sagen? Hört man das?

Ja, die Auswirkungen der Kapazität hört man wesentlich deutlicher als die Auswirkungen des Kabel-Widerstandes. Die Kapazität eines Kabel (gemessen in Pico-Farad; pF) wird meist pro Meter Länge angegeben und gibt an, wie stark die Höhen bedämpft werden. Weniger Kapazität bedeutet also mehr Höhen. Und: Je kürzer das Kabel, desto weniger werden die Höhen bedämpft. Halbe Länge ist halbe Kapazität.

Ein Kabel mit 50 pF pro Meter ist zum Beispiel extrem höhenreich, eines mit 200 pF pro Meter klingt eher warm und betont Mitten und Bässe. Es ist nicht besser oder schlechter, möglichst wenig Kapazität zu haben, wie manchmal pauschal behauptet wird, da Pickups und Amps normalerweise auf durchschnittliche Kabel-Kapazitäten ausgelegt sind.

Der Volksmund sagt: Für super-klare Sachen nimmt man eher etwas niedere Kapazitäten, übersteuert man, ist es nahezu egal.

Kabel mit sehr hoher Kapazität haben Leiter und Abschirmung nahe beieinander und sind meist sehr dünn. Kabel mit sehr niederer Kapazität sind oft für Hochfrequenz-Störungen empfindlich.

Ausser der Kapazität gibt es aber noch viele weitere Einflüsse, die das Übertragungsspektrum eines Kabels bestimmen. Ein Kabel kann deshalb nicht nur nach Kapazität beurteilt werden!

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Ist 37 Ohm schon zuviel Widerstand im Kabel?

Boxenkabel mit mehr als 5 oder 10 Ohm sofort wegwerfen! Der Amp ist ernsthaft gefährdet. Der Ton klingt kaputt.

Beim Gitarren-Kabel ist die Antwort "Nein". Die meisten Eingänge haben einen Widerstand von 100000, 1000000 oder mehr. Da spielen ein paar Ohm mehr oder weniger absolut keine Rolle. Überhaupt hat bei Gitarrenkabeln die ganze Messerei mit Ohmmetern sowieso keinen großen Sinn. Hören ist viel deutlicher...

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Welches Kabel hat die wenigsten Verlust? Welches Kabel ist das Beste?

nimm das Vovox oder das Horizon, die haben am wenigesten Verluste. Kein Wunder, sind auch versilbert. Damit wäre Deine Forderung bestmöglich erfüllt.

Oder: Nimm ein halb so langes Kabel, dann hast Du nur noch die Hälfte der Verluste!

Aber: Es gab da in einem Laden in L.A. einen Test: Ein großartiger Vintage-Amp, eine perfekte Box mit einem 63er Alnico Speaker drin. Und eine 58er als Gitarre. Starker Gitarrist! Weit offen, im Crunch-Bereich! Klang einfach göttlich! Bis der Lautsprecher versuchsweise direkt am Verstärker festgelötet wurde: Härter, kälter, schrill und etwas kratzend. Kopfweh-Sound. Und sehr laut, knallig und zu direkt. Dasselbe mit der Gitarre. Lötete man den Potidraht direkt an die Eingangsröhre, hatte man der Ton zu höhenbetont, unpersönlich und es nervte furchtbar, da man jedes kleine Fehlerchen so deutlich hörte. Selbst ein Jazzer der absolut klar (und atemberaubend schnell) spielte und das Setup mit Klangregler an der Gitarre zähmen konnte meinte, dass das Teil auf Dauer einfach zu genau klang!

Und da begann ich selber zu experimentieren und vor allem nachzudenken. Es gibt da verschiedene Schulen.

Die einen kommen vom audiophilen HiFi und es wird behauptet, völlig egal, wie das Kabel aussieht, es darf elektrisch nichts wegnehmen und nichts dazu machen. Das Evangelium haben sie noch heute. Und einige Zeit später sprach ich dann mit Michael von Wirlwind, der gerade sein erstes unzerstörbares, absolut trittsicheres Superkabel herausgebraucht hat und er wiederum sagte: Das Kabel muss zuerst mal so stabil sein, dass es mindestens 5 Jahre hält. Ein Lastwagen muss drüber fahren können ohne dass etwas zu hören ist. Ein Bergsteiger muss ein Wand an dem Kabel hochsteigen können ohne das es bricht. Denn die wichtigste Anforderung ist, dass das Kabel niemals aussetzt, denn fällt es aus, steht man auf der Bühne wie ein begossener Pudel!

Ok, so hatte ich die beiden Meinungen und beide hatten irgendwo recht. Dann kamen noch andere Leute die einfacher dachten und die das Kabel so lappig wie möglich wollten, andre schwören auf möglichst dünne oder dicke Strippen. Und wieder andere die selbst zuhause im Schlafzimmer mit Sender spielten! Jeder hatte irgendwie gute Argumente.

Als ich dann in Kalifornien arbeitete, versuchte ich möglichst viele amerikanische Gitarrenbauer und Amp-Entwickler zu besuchen und sie bei der Arbeit zu beobachten. Mit alle möglichen Leuten konnte ich zumindest reden. Und die verwendeten alle möglichen Kabel, was eben gerade auf dem Boden lag. Zusammengetretene Importware der ganz normalen Klasse. Oder selbst gelötes. Absolut nix Besonderes! Bei diesen Tone-Göttern.

Und dann begriff ich: Die Leute machten ihre Superamps so, dass sie mit irgendeiner böden Vorführgitarre im Laden und irgendwelchen Billigkabel noch gut klangen. Logisch, sonst würde sie niemand kaufen. Die angesagten Gitarrenbauer machen ihre Traumgitarren so, dass man sie auch mit einem Mistkabel noch ganz gut fand. Klar, mit einem richtig guten Kabel wird es noch besser, solange man Kabel in der Art der Massenprodukte verwendet. Denn damit wurden sie entwickelt, damit wurde der Standard gesetzt. Das ist die Basis. Ist das Kabel zu extrem, hat das Kabel zuviel von einer HiFi-Anlage (also zuwenig Höhen-Verluste), dann wird es fraglich. Denn dann braucht man wieder einen zum Kabel passenden Amp und eine spezielle Gitarre, hmmm...

Ergo, das mit den Verlusten ist gar nicht so schlimm (außer bei HiFi-Anlagen oder im Studio) und man sollte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Ein Kabel ist kein Klangregler, kein Frequenzbeschleuniger, kein Effekt. Ein Kabel kann nichts dazumachen, sonst hätten wir das Perpetuum Mobile, nur was wegnehmen. (Beim blutigen Anfänger sollte man vielleicht sogar bewusst etwas mehr Verluste genehmigen; klingt eventuell leichter verdaulich.) Und: Ein durchschnittliches Pedal-Board versaut deutlich mehr als das schlechteste Kabel der Welt.

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Wie lange hält ein gutes Kabel?

Hängt davon ab, viel oft und wie eng es aufgewickelt wird. (Und davon, wie schwer man ist...) Nach zwei, drei Jahren sollte man das Kabel mit einem neuen Kabel vergleichen. Oft ist kein Unterschied festzustellen, aber manchmal kann es sich unbemerkt verschlechtert haben. Vergleichen und anhören ist die beste Test-Methode.

Gute Boxenkabel halten wahrscheinlich ein halbes Jahrzehnt und länger ohne hörbare Probleme..

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Wie wickelt man Kabel richtig auf?

Am besten garnicht wickeln. Wenn es nicht anders geht, dann in der Form einer großen "8". Dann biegt man die empfindlichen Innenleiter nicht immer in die gleiche Richtung sondern abwechselnd nach links und dann nach rechts. Die Belastung wird viel geringer und das Kabel bleibt länger in Ordnung. Je größer die "8" desto besser. Das Minimum ist 25 cm oder so.

Das Kabel meldet sich selber, wenn es schlecht behandelt wird: Wenn es sich steif und bockig verhält, so ist dies ein Zeichen dafür, dass man das Kabel zu sehr verdreht hat.

Was man in jedem Fall nicht tun sollte, ist ein Kabel zu verknoten. Der enge Biegeradius zusammen mit dem Zug beim Festziehen sind Gift für das Kabel!

Wobei, wenn es einmal enger gewickelt ist, macht das nicht sooo viel aus. Nur auf Dauer und immer wieder wird es schädlich. Wichtig: Zuhause und im Proberaum Kabel einfach an einem großen Kleiderhaken (manche nehmen auch eine kleine Autofelge) an die Wand hängen. Komplett der Länge nach durchhängen lassen. Wenn das Kabel zu lang ist, nur ein- oder zweimal locker zusammenlegen und dann vorsichtig aufhängen.

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Woran gehen Kabel kaputt?

Zum einen durch häufiges Drauftreten. Meist jedoch durch falsches Aufwickeln. Wenn es laufend zu eng gewickelt wird, ist das Lebensende des Kabels abzusehen. Genau so, wenn es nur in eine Richtung gewickelt wird. Die dünnen Adern brechen dann ganz schnell.

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Mein Kabel klingt schlechter als vor einem Jahr. Kann das sein?

Ja, es ist wie bei Saiten: Ganz neu sind Kabel am besten. Die Kupferleitungen im Inneren sind feiner als ein menschliches Haar und brechen deswegen sehr leicht.

Das ist nicht sooo schlimm, da mehrere, sich gegenseitig berührende Leitungen im Kabel drin sind. Sind zu viele Brüche in den Kupferleitungen, wird das Kabel mehr Geräusche erzeugen, Brummen leichter aufnehmen, leiser werden oder schlechter klingen.

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Mein Kabel knistert beim Bewegen. Ist das normal?

Das ist völlig normal wenn es nur im Amp steckt. Da wirkt es wie ein Tonabnehmer oder eine Antenne. Wenn am anderen Ende auch die Gitarre oder ein Pedal eingesteckt ist, sollte das Knistern leiser werden. Völlig weg bekommt man es nie. Sollte jedoch nicht stören.

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Wie kann ich ein mehrfach geknicktes Kabel wieder in Ordnung bringen?

Wenn ein schwarzes "Gummi-Kabel" durch Drauftreten, enges Aufwickeln oder ähnliche Misshandlungen stark gelitten hat, kann man - manchmal - durch einen Trick helfen.

Das Kabel aus den zweiten oder dritten Stock für zwei, drei Stunden lose aus dem Fenster hängen lassen, so daß es der Länge nach gerade nach unten hängt. Ein Stecker oben und der andere ganz unten. Es sollte dabei frei hängen und sich dehnen und entspannen können. Oben natürlich vorher mit einer Schur am Fenstergriff festbinden. Am besten funktioniert es, wenn die Wand, an der das Kabel herunterhängt, von der Sonne beschienen wird.

Danach gleich testen. Ist es ok, reinigen und vorsichtig aufwickeln. Hat es nach wie vor einen schlechen Ton oder gar Aussetzer, entsorgen. Wenn die Stecker wirklich gut und neu sind, können sie vorher abgetrennt werden.

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Wie werden verschiedene Effekte mit geraden HarNorth Zwischenstecker verbunden?

Gerade Zwischenstecker gehen nur zwischen zwei Effekten des selben Herstellers. Sind die Dinger verschieden, passiert folgendes: Ein Pedal hängt in der Luft, das andere hebt ein Bein, etc....

Einfach die abgewinkelten Version (also die Z-Form) nehmen, die können die Höhe ausgleichen.

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Welches Gitarren-Kabel soll ich nehmen?

Este Regel: Nie nur ein gutes Kabel haben ;-) Das ist wie ein Amp ohne Regler. Als Hauptkabel etwas stabiles, z.B. ein Spectra Fatso-Flex. Das Kabel ist für einen vollen, satten Sound. Und nahezu unzerstörbar. Und es verzeiht leichte Spiel-Fehler.

Für die Proben, für Aufnahmen und für kleine, feine Gigs nimm ein detailreiches Kabel, z.B. das HarNorth. Da hast Du einfach mehr Billianzen. Eventuell ein Haar weniger Höhen am Amp tun diesem Käbelchen gut. Vielleicht sogar nur 4,5 Meter, dann ist der Effekt noch schöner...

Und als drittes empfehlen wir eines mit Silber, Voxvox, Horizon oder so. Ein kommplett anderer Ton, "schnell" und mehr Details.

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Gibt es Unterschiede zwischen Patch- und Gitarren-Kabel?

Ja und nein. Generell sind beide Kabelarten gleich; eine Seele und die Abschirmung drum rum. Nur: Nach der Gitarre ist das Signal extrem hochohmig und schwach; das Kabel muss auf geringe Kapazitäten und auf wenig Verluste hin optimiert sein. Nach dem ersten eingeschalteten Effekt ist das Signal ziemlich niederohmig und viel kräftiger; aber auf dem Board gibt es jede Menge störende Signale, Netz-Schweinereien und Masseprobleme. Das Kabel muss eher auf Innenwiderstand und Abschirmung hin optimiert sein.

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Stimmt es, dass Kabel Kälte nicht vertragen?

Na ja, "nicht vertragen" trifft es nicht ganz. Aber sie vertragen Kälte weniger gut als Hitze, das ist bewiesen. Am besten mit der Gitarre in die Wohnung nehmen.

Manche sagen, dass ein Kabel im Innneren schwitzt, was recht schwer vorstellbar ist. Eher ist es der Bi-Metall-Effekt, der einzelne, dünne Kupferleiter dehnt oder gar abreisst. Wir ließen mal ein Kabel einen Winter lang in Freien und das klang dann im Frühjahr tatsächlich etwas merkwürdig...

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Wie sind Kabel mit Silberanteil?

Kabel mit versilberten Leitern wie zum Beispiel Horizon verhalten sich vom Spektrum her gleich. Da Silber jedoch den kleinsten elektrischen Widerstand hat, kommen am anderen Ende logischerweise mehr Details an.

Wie deutlich sie hörbar sind, ist hauptsächlich eine Frage des Amps und der Effekte. Hörbar ist es jedoch auf alle Fälle. Siehe auch die Frage unten...

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Gibt es Unterschiede im Sound zwischen Silber- und Kupfer-Gitarren-Kabel?

1. Kein Kabel der Welt kann irgend etwas zum Signal dazu tun, immer nur wegnehmen oder aber das Signal weitergeben. Ergo klingt das Kabel nicht, sondern das Instrument. Und da jedes Instrument (dito Verstärker) anders ist, kann man kein Kabel soundmäßig beschreiben, solange man seriös seinen Job macht. Es sind höchstens Charakerbescheibungen oder Vergleiche (mit dem gleichen Setup) zu anderen (neuen) Kabeln der gleichen Länge erlaubt. Das perfekte Kabel für Musiker ist also eines, das gute Eigenschaften von einer bestimmten Gitarre und genau dem verwendeten Verstärker hervorhebt und schlechte etwas unterdrückt.

2. Jedes Kabel altert. Vom ersten Tag an. Genauso wie eine Saite. Vergleicht man also ein gebrauchtes Kabel mit einem neuen, wird das neue normalerweise um Klassen besser klingen. Es ist wie Autoreifen: Abgefahrene verhalten sich gänzlich anders als fabrikneue!

So jetzt zu Kern der Frage: Im Vergleich zu Kupfer Silber niederohmiger. Das wird klanglich meist als schnell, gleichmäßig, stahlend, prägnant und supergenau charakterisiert. Wobei diese Vorteile werden manchmal auch negativ beurteilt: Kalt, blosstellend und "schwerer" zu spielen. Silber ist nicht sofort voll "da". Aus irgendwelchen noch nicht erforschen Gründen dauert es ein Weilchen. man muss das Kabel sozusagen "einspielen"...

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Gibt es spezielle Kabel von den Effekten zum Amp?

Nach den Effekten gibt es keine klare Regel mehr: Ist immer irgend etwas eingeschaltet, dann hängt es von der Ausgangsimpedanz des eingeschalteten Pedals ab. Meistens geht dann so ziemlich alles.

Muss eben stabil sein, da man auf dem Kabel öfter herum-tritt!

Sind oft alle Effekte aus, sollte ein gutes Gitarrenkabel verwendet werden. Einige Fach-Leute meinen sogar, beide Kabel sollen in dem Fall identisch sein. Hmmm. Jedenfalls ist sicher, dass sich beide Kabel addieren, in Allem!

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