Finger-Pick-FAQs

Was hier steht, gilt natürlich auch sinngemäß für Daumen-Picks...

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Mein Problem: Welche Daumen-Picks passen mir? Muss ich die zurechtbiegen?

Die Ringe für den Daumen sind alle elastisch. Mir selber (56 Jahre 178 groß 80 Kilo) passen so ziemlich alle medium Daumenpicks und bestimmt 60 % der large. Meiner Tochter (14 Jahre 155 groß 40 Kilo) und meiner Freundin (26 Jahre 168 groß 68 Kilo) passen rundweg alle small. Manche sind etwas enger und manche etwas weiter, aber sie passen.

Wichtiger ist eher die Pick-Größe bzw Länge; aber das bekommst Du erst raus, wenn Du sie einen Monat lang spielst. Deswegen mache ich auch kein Testset, ich wüsste schlicht nicht was rein tun...

Mit heißem Wasser zurechtbiegen ist ok für echte Profis, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen und die exakt ein Pick wie das andere brauchen. Also die Ungenauigkeiten der Fabrik ausgleichen wollen/müssen. (Oder ihr Ego pflegen, Zelluloid wird bei 95 Grad nicht wirklich weich und kaum formbar.) Es geht bei denen um Hundertstel. In 5 bis 10 Jahren bist Du dann auch so weit ;-)

Jedoch: Ich kann Dir gerne 5 oder 10 (oder mehr) der populärsten Thumbs zuschicken, kein Problem. Zellu oder auch Metall?

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Mein Daumenpick ist zu eng!

Mit einem Zelluloid-Daumenpick ist das kein Problem, eher eine Mutprobe:

Das Ding warm machen, hinbiegen wie man es braucht und dann mit kalten Wasser abschrecken. Hört sich wie ein Koch-Rezept an. Die vorsichtigen Zeitgenossen werfen das Daumen-Pick in heißes Wasser und fischen es nach ein paar Minuten raus, aber oft wird das Pick nicht richtig heiß und lässt sich schwer biegen.

Wir haben früher eine Herdplatte auf der schwachen Stufe heiß gemacht und das Pick direkt drauf gelegt. Vorsichtig, nur am Rand der Platte, sonst kann man es wegen der Hitze nicht mehr packen. Nach ein paar Sekunden kann man es biegen wie Kaugummi. Aaaber: Das Zeug explodiert bei 145° und deswegen kann ich das natürlich nicht empfehlen...

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Meine Finger- und Daumen-Picks werden immer so schmierig und schlüpfrig! Was ist das?

Das ist Schweiß und Dreck. Die machen das Pick unspielbar! Einfach die Picks mit Seife waschen und gut ist's wieder. Übrigens, auch Hände waschen vor dem Spielen hilft diesen Effekt abzumildern.

Auch sonst keine schlechte Sache. Denn bei manchen sind Saiten und Gitarren genauso schmierig und schlüpfrig wie die erwähnten Picks. Und da man die Schmiere mit den Finger berührt...

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Ich brauche ein Daumen-Pick das mehr Bässe bringt!

Picks sind keine Klangregler! Verschiedene Pick-Materialien und -Stärken haben unterschiedlich klingende Anschläge. Jedoch wird Nachklang, also der eigentliche Ton nicht oder nur sehr wenig beeinflusst.

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Ich habe ein altes Pick der Firma X mit Y-Form. Habt ihr so was ähnliches?

Klar. Da gibt es sicher Dutzende. Aber wir brauchen genaue Dicke, Maße, Material usw, um etwas wirklich Passendes empfehlen zu können! Am besten uns ein Muster schicken, das wissen wir genau was gewünscht wird. Die Adresse: Tone Toys, Postfach 0792, 73007 Göppingen.

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Sind breite, runde Spitzen besser als dünne?

Nein, nur anders. Runde, breite Spitze sorgen für schnelles, flüssiges Spielen, haben aber wenig Brillanzen. Sie verändern sich kaum bei der Benützung.

Dünne, schmale Spitze: Schnelles Spielen ist schwieriger (anstrengender), jedoch sind viele Brillanzen im Ton. Die Spitze wird schnell abgespielt und dadurch etwas runder.

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Ich suche immer noch das perfekte Daumen-Pick für mich! Welches soll ich nehmen?

Verschiedene! Genau so, wie manche für Akustische besonders gut sind und andere wieder für die Elektrische. Und wieder andere für übersteuerte Sachen, usw, usw. Deswegen gibt es auch nicht das perfekte Pick für alles, sondern nur das perfekte Pick für eine ganz bestimmte Sache.

Und man ändert seine Spielweise, man wird erfahrener und besser. Und plötzlich kommt man mit Plektren zurecht, die man vorher nicht mal richtig halten konnte. Darum solltest Du die Suche nie aufgeben, denn man findet immer wieder Neues und noch Besseres...

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Ich suche ein Plektrum mit sehr dünner Spitze. Das klingt so schön...

Es gibt verschiedene Picks mit Spitzen so dünn wie Nadeln. Der Haken ist nur: Die Spitze wird nach einigen Minuten Benützung weg sein! Je nach Spielweise bilden sich dann abgerundete Spitzen von 2 bis 3 mm Radius. Das ist völlig normal und so sind auch die Spitzen der meisten Picks. Ultrafeine Spitzen hören sich auf der Bettkante (und im Studio) gut an, haben sonst jedoch keinen großen Nutzen.

Außerdem: Will man gehört werden, laut und rund spielen; bedarf es richtig breiter, fetter, vollflächiger Picks.

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Was sind Vor- und Nachteile von breiten und schmalen Plektrum-Spitzen?

Die schmalen, dünnen Spitzen haben mehr Höhen! Aber zum einen nicht lange, denn sie werden schnell stumpf. Zum anderen bremst eine schmale Spitze, denn sie ist auch lang und dünn. Und mit den Eigenschaften kann man lang nicht so schnell und flüssig spielen. Breite, stumpfere Spitzen gleiten besser über die Saiten und der Widerstand beim Spielen ist geringer! Viele Musikernehmen die Pick-Spitze mit feinem Schmirgelpapier etwas ab. Nur ein wenig, das reicht schon, den Rest kann man den Saiten überlassen. Dann die Spitze mit etwas Zahnpasta und einem Lappen wieder glätten. Das bringt das "schlüpfrige" Spiel-Gefühl...

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Ich kann nur mit einem Daumen-Pick spielen und das gibt es nicht mehr :-(

(Achtung, viel Text) Ich kann eine Fabrik überreden, Sonderanfertigung zu machen und das wären dann 10000 Stück oder so....

Etwas Psychologie: Du hast Dich so auch diese Form, diese Stärke eingeschossen, dass Du wahrscheinlich keinem noch so guten Pick eine Chance gibst. Nicht dicker, nicht größer, nicht schwerer: Alles muss genauso so sein wie Deine jetzige Form. Solange Du das glaubst, ist es auch tatsächlich so.

Mein Dilemma: Eigendlich ist das Ding ja zum in den Krieg fahren gebaut. Mein 90er Jeep hat 200.000 km drauf und säuft locker seine 17 Liter und frisst jede Menge Öl. Und täglich ein anderes technisches Problem. Ich sollte mir einen Smart oder so etwas besorgen, mich über die vielen Vorteile und Ersparnisse freuen und die bullige Rostlaube vergessen! Aber ich bringe es nicht über's Herz...

Und Du brauchst auch nicht gleich eine halbe Pick-Fabrik. Das ist Deine einzige, logische Konsequenz.

Du solltest aber vielleicht so 15 Muster kommen lassen, die nicht genau gleich sein werden, aber völlig ok; etwas ähnlich, günstig und haltbar. Picks mit denen hunderttausend Gitarristen zurecht kommen!

Und dann einfach damit spielen, lange spielen. Übe am ersten Tag 3 bis 4 Stunden mehr als Du sonst spielst (und nicht viel weniger die nächsten Tage) und sag Dir, dass die neuen Picks einfach besser für Dich sind. Und es werden sich Deine absoluten Favoriten finden. Die Pick-Vergangenheit ist dann ein für alle Male erledigt.

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