FAQ Bridge Pins

Nicht ganz einfach am Anfang. Aber problemlos, wenn man es einmal kapiert hat...

 

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Was gibt es denn bei Endpins Wissenswertes?

Eine ganze Menge Sachen: Zum Beispiel dass 80% aller Gitarren falsche oder falsch eingesetzte Endpins haben.

Einfach Mails schicken und fragen, so füllt sich diese FAQ-Seite recht schnell. 

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Sind Pins ohne Schlitz wirklich besser?

Ja! Aber sie sind nicht idiotensicher. Man muss sie vorsichtig, jedoch mit einiger Kraft eindrücken.

Pins ohne Schlitz drücken die Saite viel besser an das Holz der Decke. Ja, *in* das Holz der Decke, bzw des Steges. Das hört man deutlich! In einem Schlitz-Pin kann sie sich bewegen und verliert Schwingungsenergie. Außerdem füllen Bridge-Pins mit Schlitz das Loch nicht richtig aus. Das beeinflusst wiederum das Schwingungsverhalten des Stegs.

Früher waren alle Bridge-Pins ohne Schlitz. Dann hat irgendein "schlauer" Techniker Schlitze in die Pins gemacht, um sie schnell einsetzen zu können. Und alle Hersteller stiegen auf den Trend ein. Man wollte verhindern, daß Musiker die Pins (ohne Schlitz) zu stark eindrückten und die Gitarren-Decke beschädigten. Jeder rechnete damit, dass Gitarristen mit Ohren früher oder später sowieso die richtigen kaufen werden. Aber die Händler stellten auf die Schlitz-Versionen um und die ganze Sache geriet in Vergessenheit.

Auf der anderen Seite ist es so, daß geschlitzte Pins den Saitenwechsel erleichtern und so ziemlich überall reinpassen.

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Welches Bridgepin-Material klingt wie?

Kann man nicht so einfach sagen, da es maßgeblich von der Gitarre abhängt. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Härte und Masse nur selten schaden. Also:

Elfenbein: Wird immer eine klangliche Verbesserung bringen.

Metalle: Wird fast immer etwas mehr Volumen haben.

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Welche Maße verwendet meine Gitarre?

Keine Angst, die meisten Pins werden universell hergestellt, mit Maßen die zu fast jeder Gitarre passt. Zwei Punkte sind wichtig!  Einfach beim nächsten Saitenwechsel den Pin mal untersuchen.

1. Der Winkel - ob 2°, 3° oder 5° (Wichtig; nicht das Thermometer sondern ein Geo-Dreieck verwenden :-)

2. Die Einkerbung - ob vorhanden oder nicht.

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Ich habe eine XY Gitarre. Könnte ihr mir die Maße der Bridge-Pins sagen?

Nein, denn bei den meisten Gitarren ist das Loch ausgeweitet. Oft stimmt auch der Pin-Winkel nicht mehr so richtig, wenn die falsche Größe Pins kräftig hineingedrückt wurden. Ergo: Probieren ist das einzig sinnige.

Wenn gar nichts mehr stimmt und die Löcher sich untereinander unterscheiden, ist der Gang zum Gitarrentechniker angesagt. Der nimmt ein Zehntelchen von jedem Loch ab und bringt den Winkel auf ein einheitliches Maß.

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Welche Bridge-Pin-Größe soll ich nehmen? Ich kenne mich mit der Messerei nicht aus.

Eine durchschnittliche Größe bei jüngeren Gitarren, einen größeren Durchmesser bei älteren Instrumenten, denn die sind schon ausgeweitet.

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Was ist der "Kragen" des Bridge-Pins?

Eine optische Sache, genauso wie der kugelige Kopf. Früher hatten die Pins überhaupt keinen Kragen. Und der Kopf war meist zylinderförmig.

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Stimmt es, daß Bridge-Pins etwas rausstehen sollten?

Früher wurde es immer so gemacht. So 5mm standen die Pins über, weil sie einen etwas größeren Durchmesser hatten.

Wieso, darüber streiten sich die Gelehrten: Manche sagen es klingt besser. Meiner Meinung nach hat es eher praktische Gründe: Da das Loch mit der Zeit größer wird, sind etwas größere Pins einfach praktischer.

Auf jedenfalls ist es schlecht, wenn der Kragen das Loch berührt, denn das vibriert/scheppert etwas. Wir aber oft gemacht, da der Kragen schlampige Pin-Löcher abdeckt.

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Welchen Winkel haben amerikanische Gitarren?

Ist etwas chaotisch geworden. In der guten alten Zeit vor 1920 war fast alles 5°, das war die Norm, die Martin gesetzt hatte. Dann hat jedoch Gibson die eurasische 3° übernommen. Und Martin danach ebenso. Und das schaffte ein Chaos. Seit 1994 sind Martin und Gibson wieder 5°, Vintage eben...

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Welchen Winkel haben japanische Gitarren?

In ganz Asien ist 3° ziemlich einheitlich.

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Wie fest muss ich das Bridge-Pin reindrücken?

Wenn zum ersten Mal Pins ohne Schlitz verwedet werden, braucht es schon etwas Kraft bei den dicken Saiten. Schließlich drück man einen kleinen Schlitz ins Holz des Stegs.

Bei Pin mit Schlitz überhaupt nicht fest. Nicht so, wie ein Korken in eine Flasche gedrückt wird. Passt das Pin, dann hält es, auch wenn man nur ganz wenig drückt. Passt es nicht, hilft Drücken auch nix! Ein Bridge-Pin wird durch Druck nie passend werden.

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Stimmt es, dass einige amerikanische Gitarren 3° Bridge-Pin haben?

Ja, 3° findet man bei Martin vor 1994; Collings vor 2002; Blanchard; Garrison; Goodall; Ryan; Santa Cruz; Taylor; Olson; Seagull; Tacoma.

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Bei meiner neuen Martin stehen die Pins so weit heraus...

Das muss so sein. Martin ging wieder auf die ursprüngliche Art zurück. Man hat jetzt Reserve, wenn die Löcher größer werden. Alle Bridge-Pins sollten so sein...

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Meine Saite drückt beim Anspannen das Bridge-Pin wieder nach oben!

Das Ball-End soll nicht *unter* dem Bridge-Pin liegen (sonst kommt es immer hoch und die Saite klingt besch....eiden) ) sondern *daneben*. Das Pin soll die Saite an das Holz der Decke drücken! Dann klingt es amtlich. Manche Musiker biegen die Saite, sodass das Ball-End etwas Richtung Schallloch zeigt:

Dann ist diese Gefahr gebannt...

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Manche Saiten-Kügelchen passen nicht durch das Loch meiner Gitarre.

Europäische Saiten haben meist ein Ball-End das eine Idee größer ist als amerikanische Saiten. Normalerweise sollten die Gitarren so gebohrt werden, dass beide durchpassen. Aber es kann passieren, dass jemand am Instrument schlampig arbeitet und ein Zehntelchen zu klein bohrt. Meist hilft es, das Ball-End um 45 Grad zu drehen, bzw die Saite biegen. Manche Leute drücken es auch mit einer Flachzange etwas zusammen.

Ansonsten eben das Loch vergrößern: Entweder ganz einfach das Ball-End mit den Pin in das Korpusinnere vorsichtig durchdrücken (dann passt alles in Zukunft) oder einen Geigen- oder Gitarren-Bauer/Techniker bemühen, der die Löcher in einer Minute etwas größer macht.

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