|
Hier ist eine technische Erklärung von Sean Kerly:
Alle unsere Kerly Saiten werden in einem patentierten
Prozess bearbeitet. Das beinhaltet einen mehrfachen, abrupten
Temperaturwechsel zwischen minus 200 und plus 176 Grad. Das
Metall der Saite wird durch dieses Verfahren auf der molekularen Ebene
verfestigt, was zu einer klanglichen Frische und einer erhöhten Lebenserwartung
führt. Am wichtigsten ist jedoch die gesteigerte
Widerstandsfähigkeit gegen Korrosionselemente,
die die Verwendungsdauer und die klangliche Frische
beeinflussen. Die Saite kann leichter gestimmt werden, die Oberfläche
fühlt sich glatter an und die Saite ist leichter zu ziehen.
Der CYCLECOAT™ Prozess beinhaltet mehrfache
heiß/kalt, heiß/kalt, heiß/kalt Phases, die mikroskopische Risse in
der Struktur schließen. Genau diese winzigen Risse würden sonst zu hörbaren
Ermüdungserscheinungen und schlußendlich zum Bruch führen. Genau diese winzigen
Hohlräume nehmen bei normalen Saiten Schweiss, Korrosion und
andere Verbindungen auf, die diese Saiten schneller stumpf klingen lassen
und zum vorzeitigen Reissen bringen.
Eigentlich sind Saiten eben Saiten. Frisch ausgepackt sind sie meist ganz ok,
für einige Zeit wenigstens. Dann klingen sie leiser und matt; und wenn man Pech
hat reissen sie auch noch.
Man kann stundenlang diskutieren, beschichtete Saiten fühlen sich nicht
wirklich wie "echte Saiten" an, kosten ein kleines Vermögen und können genauso
schnell reissen wie normale...
Dann gibt es noch "Cryogenic Strings", die nur einmal abgekühl wurden.
Aber jeder Schmied kann erklären, dass sie daduch nicht viel im Metall ändert,
wenn überhaupt was passiert. Wenn man es richtig machen will, braucht man heiss
und kalt,und zwar ganz besondere Temperaturen. Dann muss die Verweildauer genau
eingehalten werden. Eine Weile so und 'ne Weile so ist nicht.
Mehrfache, abrupte Temperaturwechsel zwischen minus 200 und
plus 176 Grad, mit den richtigen Mitteln, in den richtigen
Intervallen, mit dem richtigen Equipment. Das braucht
Erfahrung, Zeit und viel Wissen. Nur so geht's. Und Sean Kerly macht es so.
Klar, er hat ja ein Patent darauf.
|